Samstag, 30. Mai 2026
Zum 70. Geburtstag von Katerina Sakellaropoulou
Donnerstag, 7. Mai 2026
Vesta
Vesta ist die römische Göttin des heiligen Feuers, der Reinheit und des Herds.
In der römischen Mythologie nimmt Vesta, die Göttin des Herdfeuers, einen einzigartigen Platz ein. Sie war kein Kriegsgott, keine Liebesgöttin, keine Jägerin – und doch zählte sie zu den zentralen Säulen des römischen Staates. Als Göttin des Haushalts, der Reinheit und des heiligen Feuers symbolisierte sie den innersten Kern römischer Identität: die Familie, das Haus, den Staat.
Vesta war eine der ältesten Gottheiten des römischen Pantheons und stammte aus der ersten Generation der Götter. Ihre Eltern sind Saturnus und Ops. Als ihre Geschwister sind Jupiter, Neptun, Pluto, Juno und Ceres zu nennen. Es gab weder eine Ehe- oder Liebesverbindung noch Kinder.
Vesta bliebt unverheiratet und jungfräulich. Sie hatte Jupiter darum gebeten. Er gewährte ihr den Wunsch. Und er versprach ihr die erste Opfergabe bei jedem Ritual. Ihre "Reinheit" war somit die Grundlage ihrer kultischen Bedeutung.
Im Gegensatz zu dramatischen Mythen anderer Götter ist Vesta eher von ritueller und kultischer Natur. Dennoch existieren einige bedeutende Legenden.
Wie ihre Geschwister hat Saturn sie verschlungen, um seinen Machtverlust zu verhindern. Jupiter rettete sie, indem er Saturn zum Erbrechen zwang. Nach ihrer Befreiung bat sie um ewige Jungfräulichkeit. Für sie war das ein Akt spiritueller Unabhängigkeit.
Vesta ist untrennbar mit dem ewigen Feuer im Tempel auf dem Forum Romanum verbunden. Das Feuer durfte niemals ausgehen, da es als Lebensquelle Roms galt. Sein Erlöschen wurde als Unheil für den Staat angesehen.
Sechs Priesterinnen dienten Vesta als Hüterinnen des Feuers, die Vestalinnen. Sie mussten jungfräulich bleiben. Wurde eine Vestalin entweiht, hat man sie bei lebendigem Leib begraben. Diese drastische Strafe sollte die Reinheit der Göttin schützen.
Vesta war keine Gottheit des Kampfes oder der Naturgewalten. Ihre Macht war ihre stille, aber zentrale Präsenz in Rom.
Ihr Herdfeuer war das Zentrum des römischen Hauses und Symbol für Wärme und Gemeinschaft. Vesta war die Schutzgöttin von Haus und Familie, des Haushalts, der Mütterlichkeit und des häuslichen Friedens
Der Vesta Tempel auf dem Forum Romanum
Vesta war für die Römer zentral wichtig, weshalb ihr Tempel natürlich in bester Lage auf dem Forum Romanum stand.
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| Der Tempel der Vestalinnen in Rom |
Dieser Tempel ist sehr alt. Der erste Tempelbau wurde auf Initiative von Numa Pompluns errichtet, des sagenhaften zweiten Königs von Rom. Er regierte von 715 v.Chr. bis zu seinem Tod im Jahr 672 v.Chr.
Der Tempel hatte die Form einer Hütte. Das sollte an die ersten Behausungen der Römer erinnern.
Im Inneren des Tempel brannte ein ewiges Feuer. In der Mitte des Dachs war eine Öffnung, so dass der Rauch abziehen konnte.
Es gab sechs Priesterinnen der Vesta. Sie wurden im Alter von sechs bis 10 Jahren berufen und dienten der Göttin mindestens für 30 Jahre. In der Spätantike waren es sieben Priesterinnen.
Die Priesterinnen lebten im Haus der Vestalinnen. Das lag gleich neben dem Tempel.
Sie waren der Göttin geweiht und mussten keusch bleiben. In gewisser Weise erinnert ihr Lebensstil an den der christlichen Nonnen oder Diakonissen, die wir ja heute noch kennen.
Die Hauptaufgabe der Vestalinnen war, das ewige Herdfeuer zu hüten. Erlosch dieses, galt das als großes Unglück für die Stadt Rom. Die dafür verantwortliche Priesterin wurde hart bestraft.
Im Tempel wurden die Penaten des römischen Staates aufbewahrt. Das waren die Schutzgötter der Vorräte. Ihr Altar war der Herd des Hauses. Das ist auch der Grund, weshalb die Vestalinnen darauf achten mussten, dass der Herd nicht erlischt. Einmal im Jahr, am 1. März, wurde das Feuer neu entfacht.
Auch wurden verschiedene Gegenstände aufbewahrt, die Aeneas (angeblich) aus Troja mitgebracht hatte. Er war zudem als Aufbewahrungsort wichtiger Dokumente sehr beliebt. Denn der Tempel galt als unantastbar, die Dokumente waren sicher.
Der alte Tempel wurde mehrfach zerstört. Das letzte Feuer brannte ihn im Jahr 191 ab. Unter dem Kaiser Septimius Severus wurde ein neues Gebäude errichtet, dessen Ruinen wir heute noch sehen. Die Leitung des Baus hatte Julia Domna, die Ehefrau des Kaisers.
Die heutige Form stammt allerdings aus dem Jahr 1930. Damals hat man die gefundenen Ruinen wieder zu dem zusammengefügt, war wir heute noch sehen. Wie der Tempel in der Antike ausgesehen hat, konnte inzwischen sehr gut rekonstruiert werden. Details seht Ihr auf der Seite des digitalen Forum Romanum.
Der Tempel spielt übrigens als Gründungsmythos auch der Vereinigten Staaten von Amerika eine Rolle. Und in der Serie those about to die kam er auch vor. Wenn Du mehr darüber wissen möchtest, lies bitte meinen Artikel über den Vesta-Tempel in Rom.
Vesta in der griechischen Mythologie
Die Entsprechung für Vesta im griechischen Pantheon ist Hestia (Ἑστία). Auch sie ist zuständig für Haus, Herd und öffentliche Ordnung.
Es gibt aber einen Unterschied. Für Vesta gab es einen zentralen Tempel in Rom mit den Vestalinnen als Priesterinnen. Derart zentralisiert war der Kult um Hestia nicht. Auch war der Kult um Hestia nicht mit einer ähnlich staatstragenden Funktion institutionalisiert wie in Rom.
Freitag, 10. April 2026
Das Olympieion in Athen
Derzeit finden am Olympieion Renovierungsarbeiten statt. Lies den Bericht dazu im Hellas Blog. Ich war zuletzt im November 2025 dort. Ich bin der Meinung, dass sich ein Besuch nicht lohnt, solange die Arbeiten auf dem Gelände andauern.
Wenn Du in Athen bist, dann geh ruhig vorbei. Ist das Baugerüst noch da, dann spar Dir den Eintritt. Alles Interessante kannst Du auch von außen sehen.
Sonntag, 5. April 2026
Jesus ist auferstanden von den Toten
Dass Jesus von den Toten auferstanden ist, bildet für die Christen eine absolute Grundlage ihrer Religion. Mit gutem Grund bezeichnen viele die Auferstehung Christi als die wohl bedeutsamste Begebenheit, die im Neuen Testament geschildert wird.
Die Auferstehung Christi als historische Tatsache
Interessanterweise ist der Vorgang der Auferstehung nirgends in der Bibel beschrieben. In den Evangelien erfahren wir von ihr als einer Tat, die Menschen weder beobachtet noch sonst beeinflusst haben.
Markus beschreibt es in Buch 16 ab Vers 4 sehr anschaulich. Maria, Jesus Mutter, geht zusammen mit Maria Magdalena zum Grab. Das ist offen, Jesus ist nicht mehr da. Dafür treffen sie einen jungen Mann. Der berichtet ihnen, dass Jesus auferstanden ist. Sie sollen zu den Jüngern gehen und ihnen das berichten. Die beiden Frauen sind entsetzt und fliehen. Zunächst sagen sie niemandem etwas davon. Jesus erschien dann Maria Magdalena. Die traute sich anschließend doch, anderen von der Auferstehung zu berichten.
Dieses Zeugnis ist elementar für die Urchristen. Es beweist ihnen, dass Jesus der Messias ist. Auch verbindet sich damit der Glaube an Rettung und das ewige Leben. Das wissen wir von Paulus, der selbst ja kein Jünger war. Davon lesen wir im 1. Brief an die Korinther (15, 4-8).
Für die Historizität der Auferstehung Christi werden von Gläubigen vielfach Belege aus der Bibel angeführt. Ich finde, als Gläubiger kann man das so machen. Für mich gibt es da aber noch ein anderes Argument. Schon früh wurde das Christentum verfolgt und vom Heidentum der Antiken Welt als Gegner begriffen.
Der antike Autor Flavius Josephus war selbst Jude, aber auch römischer Bürger. Während der Niederschlagung des Judäischen Aufstands stand er auf der Seite der römischen Sieger. Er begleitete Vespasians Sohn Titus und war Zeuge der Eroberung von Jerusalem im Jahr 70 n.Chr. Darüber hat er mehrere Werke verfasst. In ihnen berichtet er von der Auferstehung Christi. Auch wenn er selbst später lebte als Jesus, war er zeitlich doch noch nahe am Geschehen dran. Hätte es in der heidnischen Welt Zweifel an der Auferstehung gegeben, hätte es nahegelegen, diese Zweifel zu erwähnen. Das hat er aber nicht getan, sondern die Auferstehung als Tatsache berichtet. Die Authentizität des Textes wurde zwar verschiedentlich in Zweifel gezogen, aber nicht widerlegt.
Auch Tacitus ist eine weitere in diesem Kontext zu nennende Quelle. In seinen Annalen (15, 44) berichtet er über die Christen, von denen er nichts hält. Auch hier hätte es nahegelegen, von Zweifeln an der Auferstehung Christi zu berichten. Auch das hat er nicht getan.
Losgelöst von meinem eigenen Glauben sind dies ganz starke Indizien dafür, dass die Geschichte von der Auferstehung Christi auf einer wahren Begebenheit beruht.
Deshalb dürfen wir gerne sagen, dass Christus auferstanden ist von den Toten. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen frohe Ostern.
Lieder über Christi Auferstehung
Seit es das Christentum gibt, besingen die Menschen die Auferstehung Christi. Ich habe dazu selbst einen Text geschrieben, der von der Suno AI als Gospel umgesetzt wurde. Ich finde das Ergebnis gelungen und wünsche Euch viel Spaß beim Anhören.
Das Lied heißt Jesus is risen. Sein Text lautet:
It was in the night
He went into the garden
His heart was full of fright
He was betrayed without pardon
He got a kiss
A deadly kiss
By his friend
His dear friend
They sentenced him to death
To death
Crucified him
With all their wrath
But he returned
To eternal life
He died to safe us all
He saved us all
He saved us all
It was the Friday
He had to go to Golgatha
He had to carry the cross
They crucified him that day
Heaven gave a sign
And then he died
Was put to his grave
Where he slept three nights
They sentenced him to death
To death
Crucified him
With all their wrath
But he returned
To eternal life
He died to safe us all
He saved us all
He saved us all
He went to the Lord
His dear father in heaven
His father sent him back
He came back to life
Jesus came back to preach
And to save every human being
He has risen from the dead
Because the Lord loves every human being
They sentenced him
To death
Crucified him
With all their wrath
But he returned
That’s Easter morning
He’s there to safe us all
He saves us all
Samstag, 21. März 2026
Neptunus
Der römische Gott Neptunus war der Herr der Wasserwelten. Nicht nur das Meer, sondern auch Flüsse, Quellen und Seen waren sein Reich. Seine Figur ist eng mit dem griechischen Poseidon verwoben, weist aber dennoch eigenständige römische Züge auf.
In der römischen Mythologie übernahm Neptun viele Erlebnisse des griechischen Poseidon, wurde aber auch als eigenständiger Gott dargestellt. Zu seinen wichtigsten mythologischen Handlungen gehört die Teilnahme an der Erschaffung der Weltordnung nach dem Sturz der Titanen.
Neptunus ist der Sohn des Saturnus und der Ops. Seine Geschwister sind Jupiter (Gott des Himmels und König der Götter), Pluto (Gott der Unterwelt), Juno (Göttin der Ehe), Ceres (Göttin der Fruchtbarkeit) und Vesta (Göttin des Herdfeuers).
Wie seine Brüder wurde Neptun von seinem Vater verschlungen und später von Jupiter wieder befreit. Nach dem Sturz des Saturn teilten die drei Brüder die Herrschaft über die Welt auf: Jupiter erhielt den Himmel, Pluto die Unterwelt und Neptun das Meer.
Neptuns Ehefrau ist Salacia, eine Meeresgöttin, die mit der griechischen Amphitrite identifiziert wird. Gemeinsam hatten sie mehrere Kinder, darunter den Triton, einen Meeresgott mit dem Oberkörper eines Menschen und dem Schwanz eines Fisches. Manche antike Quellen nennen auch Proteus oder einen Delphin als Kinder oder Begleiter Neptuns. Neptun wird außerdem mit diversen Geliebten und außergöttlichen Affären in Verbindung gebracht, etwa mit Medusa oder mit dem jungen Pelops.
Ein zentrales Motiv ist sein Zorn: Wie der griechische Poseidon konnte auch Neptun durch sein Dreizack Erdbeben hervorrufen. So wird berichtet, dass er ganze Landstriche überschwemmte oder schiffbrüchige Helden wie Aeneas oder Odysseus auf eine harte Probe stellte.
Neptun wird auch als Pferdegott verehrt, was sich in der Legende seiner Erfindung des Pferdes ausdrückt.
Sonntag, 15. März 2026
Köln 1946 - das Leben kehrt zurück
Ich möchte Euch heute ein Foto aus Köln im Jahr 1946 zeigen.
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| Köln 1946: Hohenzollernbrücke und Dom |
Donnerstag, 12. Februar 2026
Juno
Juno war Schwester und Gemahlin des Jupiter. Das machte sie zur mächtigen Königin des Himmels.
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| Juno auf einer Jupitersäule (Archäologisches Museum Frankfurt) |
Die mächtige Königin der römischen Götter spielte eine zentrale Rolle in der Mythologie und Religion des antiken Rom. Als Beschützerin der Frauen, der Ehe und der Fruchtbarkeit war sie weit mehr als nur die Gemahlin Jupiters. Juno verkörperte Majestät, Macht und das weibliche Prinzip in seiner ehrwürdigsten Form.
Juno gehört zur ältesten Göttergeneration des römischen Pantheons. Ihre Eltern sind Saturnus und Ops. Damit ist sie Schwester von Jupiter, Neptun, Pluto, Vesta und Ceres.
Juno ist mit Jupiter verheiratet, dem obersten Gott des römischen Pantheons. Gemeinsam mit ihm hat sie Mars, den Kriegsgott, und Vulcanus, den Schmiedegott, gezeugt. In manchen Überlieferungen wird auch Bellona als ihre Tochter genannt.
Juno wird, anders als ihr griechisches Gegenstück Hera, kaum mit eigenen Liebhabern oder Affären in Verbindung gebracht. Ihre Rolle als Ehefrau Jupiters unterstreicht vielmehr ihre Funktion als Symbol ehelicher Treue und würdevoller Weiblichkeit.
In der römischen Mythologie wird Juno weniger durch spektakuläre Einzelmythen als durch ihre ständige Präsenz als wachsame und oft eifersüchtige Göttin geprägt. Wie ihre griechische Entsprechung Hera wird sie oft als eifersüchtige Gemahlin dargestellt, die die Affären Jupiters mit Sterblichen und Nymphen argwöhnisch verfolgt.
Donnerstag, 5. Februar 2026
Poseidon
Poseidon, der gewaltige Gott des Meeres, zählt zu den zentralen Gestalten der antiken griechischen Mythologie. Als einer der zwölf olympischen Götter herrschte er nicht nur über das Wasser, sondern war auch mit Erdbeben und Pferden verbunden.
Das war Poseidon
Seine Gestalt faszinierte die antiken Griechen ebenso wie spätere Generationen – als Symbol unkontrollierbarer Naturgewalten, göttlicher Macht und unerschöpflicher Energie.
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| Poseidon (Bild generiert von KI) |
Poseidon ist der Sohn der Titanen Kronos und Rhea. Damit ist er ein Bruder von Zeus, Hades, Hera, Hestia und Demeter. Wie seine Geschwister wurde auch er von seinem Vater Kronos verschlungen und erst später von Zeus wieder befreit.
Nach dem Sturz
des Kronos teilten sich die drei Brüder die Welt: Zeus erhielt den Himmel,
Hades die Unterwelt und Poseidon das Meer.
Poseidons Frau
ist die Meeresnymphe Amphitrite, Tochter des Nereus. Sie gebar ihm mehrere
Kinder, darunter Triton,
einen Meeresgott mit menschlichem Oberkörper und Fischschwanz. Neben seiner Ehe
hatte Poseidon zahlreiche Affären:
- Mit der Gorgone Medusa zeugte er Pegasos, das
geflügelte Pferd.
- Mit Tyro hatte er die Zwillinge Pelias und Neleus.
- Mit Aithra zeugte er Theseus, den
späteren Helden von Athen (neben Aigeus).
- Weitere Kinder waren Polyphem, der
Kyklop, und Orion,
der Riese.
Poseidons
Nachkommen waren oft Giganten, Helden oder Monster – stets Ausdruck seiner
mächtigen, wilden Natur.
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Wesentliche Erlebnisse nach der griechischen Mythologie
Poseidon
spielte in vielen Mythen eine zentrale Rolle:
- Der Gigantenkrieg: Poseidon kämpfte an der Seite der
olympischen Götter gegen die Giganten.
- Der Streit mit Athena: Er bewarb sich um die Schirmherrschaft
Athens, verlor jedoch gegen Athena, die den Olivenbaum erschuf – Poseidon
hatte nur eine Salzwasserquelle entstehen lassen.
- Poseidon und Troja: Er baute gemeinsam mit Apollo die Mauern von
Troja, wurde jedoch von König Laomedon betrogen. Zur Strafe schickte er
ein Seeungeheuer gegen die Stadt.
- Odysseus: In Homers „Odyssee“ ist Poseidon der
erbitterte Feind des Helden Odysseus, den er wegen der Blendung seines
Sohnes Polyphem jahrelang nicht nach Hause kehren lässt.
- Der Bau von Atlantis: In Platons Dialog „Kritias“ wird Poseidon
als Erbauer der mythischen Insel Atlantis dargestellt, die er mit
sterblichen Nachkommen besiedelte.
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Poseidons Stellung im griechischen Pantheon
Im olympischen
Pantheon war Poseidon der Herrscher über alle Gewässer: Meere, Flüsse, Seen und
Quellen. Er war der zweite mächtigste Gott nach Zeus. Seine Zuständigkeiten
umfassten:
- Meeresgewalten: Kontrolle über Wellen, Stürme, Schiffbruch.
- Erdbeben: Sein Beiname „Enosichthon“
(„Erderschütterer“) bezieht sich auf seine Fähigkeit, mit seinem Dreizack
die Erde erbeben zu lassen.
- Pferde: Poseidon galt als Erfinder der Pferde und
wurde auch als „Hippios“ („der Pferdegott“) verehrt.
- Beschützer von Seefahrern: Vor allem in einer seefahrenden Nation wie
Griechenland war sein Beistand essentiell.
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Verehrung: Tempel und Heiligtümer
Poseidon wurde
in ganz Griechenland verehrt, besonders aber in Küstenregionen und bei
Seefahrern.
Wichtigstes Heiligtum:
- Poseidonheiligtum am Kap
Sounion: Dieses majestätisch über
dem Ägäischen Meer gelegene Heiligtum war das bedeutendste
Poseidon-Heiligtum. Es diente den Seeleuten als Ort des Gebets vor langen
Reisen.
10 bekannte Tempel des Poseidon:
- Kap Sounion (Attika)
- Isthmia bei Korinth – bedeutendes panhellenisches Heiligtum mit
Spielen
- Kalaureia (Poros)
- Thermos (Aitolien)
- Tainaron (Lakonia) – Ort eines berühmten Poseidonorakels
- Helike (Achaia) – durch Erdbeben zerstört, einst große
Kultstätte
- Delphi (Nebenkultstätte zum
Apollonheiligtum)
- Rhodos (Lindos)
- Pylos (Messenien)
- Tenos (Kykladen) – Heiligtum mit Verbindung zu Poseidons Sohn
Aeolos







