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| griechischer Mokka |
History Blog
Antike, Archäologie und Geschichte
Sonntag, 13. September 2026
Griechischer Mokka: kein Original aus Griechenland?
Freitag, 21. August 2026
Kniefigur der Hatschepsut
Im Ägyptischen Museum Berlin steht eine wunderbare Kniefigur der Königin Hatschepsut.
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| Kniefigur der Hatschepsut |
Sie stammt aus der Zeit des Neuen Reichs und soll um 1475 v.Chr. gefertigt worden sein.
Die Figur stammt aus Theben-West / Deir el-Bahari. Das Material ist Rosengranit. Die Inventarnummer im Museum lautet ÄM 22883.
Hatschepsut gilt als die erste weibliche Pharaonin von Ägypten. Für ausführliche Informationen über diese Pharaonin empfehle ich den Artikel über Hatschepsut bei Wikipedia.
Samstag, 15. August 2026
Die Schirme von Thessaloniki
Die Installation der Schirme an der Uferpromenade von Thessaloniki sind moderne Kunstgeschichte.
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| Schirme von Thessaloniki bei Nacht |
Der Künstler, der sie geschaffen hat, heißt Giorgos Zongolopoulos (Γιώργος Ζογγολόπουλος). Er lebte von 1901 bis 2004, wurde also sagenhafte 103 Jahre alt. In der Künstlerszene ließ er sich englisch als George ansprechen, was auch gut zu diesem sehr internationalen Mann passt. Das Motiv des Schirms findet sich seit den 1980er Jahren immer wieder in seinem Werk.
Geschaffen hat er diese Skulptur zur Biennale in Venedig 1995. 1997 war Thessaloniki die Kulturhauptstadt Europas. Aus diesem Anlass hat man die Schirme in Ufernähe aufgestellt, und zwar in der Nähe des Hotels Makedonia Palace.
Nachdem die Uferpromenade neu gestaltet wurde, hat man die Schirme am jetzigen Standort aufgestellt. 2013 ist das Kunstwerk saniert und verstärkt worden.
Wenn Du mehr über die Schirme wissen möchtest, lies den Beitrag über die Schirme bei Nacht im Hellas Blog.
Mittwoch, 15. Juli 2026
25.000 Jahre alter Schlachtplatz von Mammuts in Niederösterreich entdeckt
Das Magazin GEO berichtete im letzten Jahr, dass Forscher in Niederösterreich einen Platz entdeckt haben, an dem Menschen vor 25.000 Jahren Mammuts geschlachtet haben.
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| Skelett eines Mammuts im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) |
Ein Team von Archäologen hat im letzten Jahr nahe St. Pölten einen außergewöhnlichen Fund freigelegt: einen 25.000 Jahre alten Platz, an dem Steinzeitmenschen Mammuts gezielt erlegt und systematisch zerlegt haben. Die Entdeckung liefert neue Einblicke in Jagdstrategien und Arbeitsabläufe der eiszeitlichen Bevölkerung.
Gezielte Jagd im Tal der Perschling
Vor 25.000 Jahren zogen Mammuts regelmäßig durch die Graslandschaften im Tal der heutigen Perschling. Genau dort lauerten Steinzeitjäger, erlegten mehrere Tiere und zerlegten sie direkt vor Ort. Die Spuren dieser Aktivitäten wurden nun in Langmannersdorf entdeckt – ein Fund, der die bisherige Forschung deutlich erweitert.
Bohrungen führen zum Schlachtplatz
Das Team der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter Leitung von Marc Händel sondierte zunächst das Gelände mittels Bohrungen. Anschließend wurden sieben Grabungsschnitte geöffnet. In zwei Bereichen stießen die Archäologen auf dichte Lagen von Mammutknochen und Steinwerkzeugen. Die Funde zeigen, dass die Tiere äußerst planvoll verarbeitet wurden.
Zwei Zonen – zwei Verarbeitungsschwerpunkte
Die beiden Fundstellen liegen rund 15 Meter auseinander und weisen unterschiedliche Schwerpunkte auf:
- Schlachtzone
Hier wurden mindestens zwei Mammuts zerlegt. Gefunden wurden Wirbel, Langknochen, ein Unterkiefer sowie scharfkantige Steinwerkzeuge zum Zerteilen. - Verarbeitungszone
In diesem Bereich liegen Überreste von mindestens drei weiteren Tieren, darunter mehrere Stoßzähne. Einige wurden bereits in handliche Stücke gebrochen, vermutlich zur Herstellung von Speerspitzen, Werkzeugen oder Schmuck. Ein markanter Kratzer diente zum Abtrennen von Fleisch.
Beide Bereiche zeigen klar unterschiedliche Tätigkeiten – vom Schlachten bis zur Weiterverarbeitung des wertvollen Elfenbeins.
Auffällige Lücke: Die Rippen fehlen
An beiden Fundstellen fehlen Rippen vollständig. Sie wurden offenbar an einem dritten, bislang unbekannten Ort weiterverarbeitet. Dieser Hinweis eröffnet neue Fragen zur Organisation der Steinzeitjäger.
Eiszeitliche Lebenswelt
Vor 25.000 Jahren lag Europa unter mächtigen Gletschern. Die Kaltzeit befand sich kurz vor ihrem Höhepunkt, die Temperaturen lagen deutlich unter heutigen Werten. Menschen teilten ihren Lebensraum mit Steppenbisons, Riesenhirschen, Rentieren, Höhlenlöwen – und Mammuts.
Historische Grabungen und neue Erkenntnisse
Der Fundplatz ist seit über 100 Jahren bekannt. Bereits 1919/20 untersuchte der Archäologe Josef Bayer das Gebiet und entdeckte zwei Siedlungsplätze mit Gruben, einer Feuerstelle und sogenannten Pfostenlöchern. Diese deuten auf Strukturen wie Gestelle oder Behausungen hin. In Langmannersdorf fanden sich jedoch keine Holzreste, sondern Verfärbungen durch Asche und senkrecht steckende Knochenfragmente – möglicherweise als Keile genutzt.
Mit einem Alter von 25.000 Jahren ist Langmannersdorf der jüngste Fundort Mitteleuropas mit einer derart hohen Konzentration an Mammutknochen.
Moderne Analysen sollen neue Antworten liefern
Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds „Exploring Mammut Bone Accumulations in Central Europe“. Ziel ist es, Daten aus Fundstellen in Österreich, Polen und Tschechien zu bündeln, um Jagdmethoden und Nutzung der Tiere besser zu verstehen.
Besonders viel verspricht sich das Team von DNA-Analysen aus Mammut-Backenzähnen. Die genetischen Daten könnten Aufschluss über Geschlecht, Verwandtschaft und Jagdmuster geben. So ließe sich klären, ob einzelne Tiere erlegt wurden oder ganze Gruppen. Auch die Frage, ob der Platz einmalig oder wiederholt genutzt wurde, könnte sich beantworten lassen.
Mittwoch, 1. Juli 2026
Polyphem, der Kyklop
Polyphem ist ein Kyklop der griechischen Mythologie. Er ist ein einäugiger Riese, Sohn Poseidons und der Nymphe Thoosa. Die älteste Quelle steht in Homers Odyssee. Viele Quellen nennen nur ein Auge auf der Stirn.

Polyphem
(BIld generiert von KI)
Polyphem lebt allein in einer Höhle an einer bewaldeten Küste. Er hütet Schafe und Ziegen in der Heimat der Kyklopen. Odysseus landet nach dem Trojanischen Krieg auf einer nahen Insel. Am nächsten Tag besucht er die Küste der Kyklopen.
Odysseus betritt mit zwölf Männern die Höhle und nimmt Vorräte. Polyphem kehrt abends zurück, verschließt die Höhle mit einem Felsblock. Er verspottet Gastrecht und Götter und frisst zwei Männer. Die Griechen töten ihn nicht wegen des Felsens am Eingang.
Am nächsten Tag frisst er zwei weitere Männer. Odysseus bietet starken Wein und nennt seinen Namen als „Niemand“. Polyphem verspricht, Niemand zuletzt zu verspeisen. Polyphem schläft ein, die Männer blenden ihn mit einem glühenden Pfahl.
Die anderen Kyklopen hören ihn schreien und missverstehen die Worte. Er sagt, Niemand verletze ihn mit List und nicht mit Gewalt. Sie denken, Polyphem sei geisteskrank und unternehmen nichts.
Odysseus und seine Männer fliehen unter den Bäuchen der Schafe aus der Höhle. Polyphem tastete die Rücken der Schafe ab, bemerkt die fliehenden Männer aber nicht.
Diese erreichen ihr Schiff und setzen zur Flucht an. Odysseus verspottet den Blinden und nennt seinen wahren Namen. Polyphem wirft mit Felsen, die jedoch nicht treffen.
Aber Polyphem erinnert sich an den Seher Telemos. Der hatte ihn einst vor Odysseus und dem Verlust seines Auges gewarnt. Jetzt fleht er seinen Vater Poseidon um Rache an Odysseus an. Poseidon erhört ihn und verlängert die Heimreise des Helden. Odysseus irrt zehn Jahre, seine Mannschaft stirbt auf der Fahrt. Athene und Zeus sichern schließlich seine Rückkehr nach Ithaka.
Die Episode zeigt List und Mut der Menschen sowie die Macht der Götter. Als ich die Odyssee erstmals gelesen habe, tat Polyphem mir aber irgendwie auch leid. Denn er blieb geblendet zurück und musste mit seinem Schicksal irgendwie zurechtkommen. Ob und wie ihm das gelang, hat Homer nicht berichtet.
Mittwoch, 24. Juni 2026
Großes römisches Badehaus in Nimwegen entdeckt
Im Nimwegen (niederländisch: Nijmegen) haben Archäologen die Überreste eines großen Thermalbads aus römischer Zeit gefunden.
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| Fundamente der römischen Therme (mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Nijmegen) |
Freitag, 19. Juni 2026
Macht eine Fahrt über die Caldera von Santorin
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| Bootsfahrt über die Caldera von Santorin |
Samstag, 30. Mai 2026
Zum 70. Geburtstag von Katerina Sakellaropoulou
Donnerstag, 7. Mai 2026
Vesta
Vesta ist die römische Göttin des heiligen Feuers, der Reinheit und des Herds.
In der römischen Mythologie nimmt Vesta, die Göttin des Herdfeuers, einen einzigartigen Platz ein. Sie war kein Kriegsgott, keine Liebesgöttin, keine Jägerin – und doch zählte sie zu den zentralen Säulen des römischen Staates. Als Göttin des Haushalts, der Reinheit und des heiligen Feuers symbolisierte sie den innersten Kern römischer Identität: die Familie, das Haus, den Staat.
Vesta war eine der ältesten Gottheiten des römischen Pantheons und stammte aus der ersten Generation der Götter. Ihre Eltern sind Saturnus und Ops. Als ihre Geschwister sind Jupiter, Neptun, Pluto, Juno und Ceres zu nennen. Es gab weder eine Ehe- oder Liebesverbindung noch Kinder.
Vesta bliebt unverheiratet und jungfräulich. Sie hatte Jupiter darum gebeten. Er gewährte ihr den Wunsch. Und er versprach ihr die erste Opfergabe bei jedem Ritual. Ihre "Reinheit" war somit die Grundlage ihrer kultischen Bedeutung.
Im Gegensatz zu dramatischen Mythen anderer Götter ist Vesta eher von ritueller und kultischer Natur. Dennoch existieren einige bedeutende Legenden.
Wie ihre Geschwister hat Saturn sie verschlungen, um seinen Machtverlust zu verhindern. Jupiter rettete sie, indem er Saturn zum Erbrechen zwang. Nach ihrer Befreiung bat sie um ewige Jungfräulichkeit. Für sie war das ein Akt spiritueller Unabhängigkeit.
Vesta ist untrennbar mit dem ewigen Feuer im Tempel auf dem Forum Romanum verbunden. Das Feuer durfte niemals ausgehen, da es als Lebensquelle Roms galt. Sein Erlöschen wurde als Unheil für den Staat angesehen.
Sechs Priesterinnen dienten Vesta als Hüterinnen des Feuers, die Vestalinnen. Sie mussten jungfräulich bleiben. Wurde eine Vestalin entweiht, hat man sie bei lebendigem Leib begraben. Diese drastische Strafe sollte die Reinheit der Göttin schützen.
Vesta war keine Gottheit des Kampfes oder der Naturgewalten. Ihre Macht war ihre stille, aber zentrale Präsenz in Rom.
Ihr Herdfeuer war das Zentrum des römischen Hauses und Symbol für Wärme und Gemeinschaft. Vesta war die Schutzgöttin von Haus und Familie, des Haushalts, der Mütterlichkeit und des häuslichen Friedens
Der Vesta Tempel auf dem Forum Romanum
Vesta war für die Römer zentral wichtig, weshalb ihr Tempel natürlich in bester Lage auf dem Forum Romanum stand.
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| Der Tempel der Vestalinnen in Rom |
Dieser Tempel ist sehr alt. Der erste Tempelbau wurde auf Initiative von Numa Pompluns errichtet, des sagenhaften zweiten Königs von Rom. Er regierte von 715 v.Chr. bis zu seinem Tod im Jahr 672 v.Chr.
Der Tempel hatte die Form einer Hütte. Das sollte an die ersten Behausungen der Römer erinnern.
Im Inneren des Tempel brannte ein ewiges Feuer. In der Mitte des Dachs war eine Öffnung, so dass der Rauch abziehen konnte.
Es gab sechs Priesterinnen der Vesta. Sie wurden im Alter von sechs bis 10 Jahren berufen und dienten der Göttin mindestens für 30 Jahre. In der Spätantike waren es sieben Priesterinnen.
Die Priesterinnen lebten im Haus der Vestalinnen. Das lag gleich neben dem Tempel.
Sie waren der Göttin geweiht und mussten keusch bleiben. In gewisser Weise erinnert ihr Lebensstil an den der christlichen Nonnen oder Diakonissen, die wir ja heute noch kennen.
Die Hauptaufgabe der Vestalinnen war, das ewige Herdfeuer zu hüten. Erlosch dieses, galt das als großes Unglück für die Stadt Rom. Die dafür verantwortliche Priesterin wurde hart bestraft.
Im Tempel wurden die Penaten des römischen Staates aufbewahrt. Das waren die Schutzgötter der Vorräte. Ihr Altar war der Herd des Hauses. Das ist auch der Grund, weshalb die Vestalinnen darauf achten mussten, dass der Herd nicht erlischt. Einmal im Jahr, am 1. März, wurde das Feuer neu entfacht.
Auch wurden verschiedene Gegenstände aufbewahrt, die Aeneas (angeblich) aus Troja mitgebracht hatte. Er war zudem als Aufbewahrungsort wichtiger Dokumente sehr beliebt. Denn der Tempel galt als unantastbar, die Dokumente waren sicher.
Der alte Tempel wurde mehrfach zerstört. Das letzte Feuer brannte ihn im Jahr 191 ab. Unter dem Kaiser Septimius Severus wurde ein neues Gebäude errichtet, dessen Ruinen wir heute noch sehen. Die Leitung des Baus hatte Julia Domna, die Ehefrau des Kaisers.
Die heutige Form stammt allerdings aus dem Jahr 1930. Damals hat man die gefundenen Ruinen wieder zu dem zusammengefügt, war wir heute noch sehen. Wie der Tempel in der Antike ausgesehen hat, konnte inzwischen sehr gut rekonstruiert werden. Details seht Ihr auf der Seite des digitalen Forum Romanum.
Der Tempel spielt übrigens als Gründungsmythos auch der Vereinigten Staaten von Amerika eine Rolle. Und in der Serie those about to die kam er auch vor. Wenn Du mehr darüber wissen möchtest, lies bitte meinen Artikel über den Vesta-Tempel in Rom.
Vesta in der griechischen Mythologie
Die Entsprechung für Vesta im griechischen Pantheon ist Hestia (Ἑστία). Auch sie ist zuständig für Haus, Herd und öffentliche Ordnung.
Es gibt aber einen Unterschied. Für Vesta gab es einen zentralen Tempel in Rom mit den Vestalinnen als Priesterinnen. Derart zentralisiert war der Kult um Hestia nicht. Auch war der Kult um Hestia nicht mit einer ähnlich staatstragenden Funktion institutionalisiert wie in Rom.
Freitag, 10. April 2026
Das Olympieion in Athen
Derzeit finden am Olympieion Renovierungsarbeiten statt. Lies den Bericht dazu im Hellas Blog. Ich war zuletzt im November 2025 dort. Ich bin der Meinung, dass sich ein Besuch nicht lohnt, solange die Arbeiten auf dem Gelände andauern.
Wenn Du in Athen bist, dann geh ruhig vorbei. Ist das Baugerüst noch da, dann spar Dir den Eintritt. Alles Interessante kannst Du auch von außen sehen.








