Der römische Gott Neptunus war der Herr der Wasserwelten. Nicht nur das Meer, sondern auch Flüsse, Quellen und Seen waren sein Reich. Seine Figur ist eng mit dem griechischen Poseidon verwoben, weist aber dennoch eigenständige römische Züge auf.
In der römischen Mythologie übernahm Neptun viele Erlebnisse des griechischen Poseidon, wurde aber auch als eigenständiger Gott dargestellt. Zu seinen wichtigsten mythologischen Handlungen gehört die Teilnahme an der Erschaffung der Weltordnung nach dem Sturz der Titanen.
Neptunus ist der Sohn des Saturnus und der Ops. Seine Geschwister sind Jupiter (Gott des Himmels und König der Götter), Pluto (Gott der Unterwelt), Juno (Göttin der Ehe), Ceres (Göttin der Fruchtbarkeit) und Vesta (Göttin des Herdfeuers).
Wie seine Brüder wurde Neptun von seinem Vater verschlungen und später von Jupiter wieder befreit. Nach dem Sturz des Saturn teilten die drei Brüder die Herrschaft über die Welt auf: Jupiter erhielt den Himmel, Pluto die Unterwelt und Neptun das Meer.
Neptuns Ehefrau ist Salacia, eine Meeresgöttin, die mit der griechischen Amphitrite identifiziert wird. Gemeinsam hatten sie mehrere Kinder, darunter den Triton, einen Meeresgott mit dem Oberkörper eines Menschen und dem Schwanz eines Fisches. Manche antike Quellen nennen auch Proteus oder einen Delphin als Kinder oder Begleiter Neptuns. Neptun wird außerdem mit diversen Geliebten und außergöttlichen Affären in Verbindung gebracht, etwa mit Medusa oder mit dem jungen Pelops.
Ein zentrales Motiv ist sein Zorn: Wie der griechische Poseidon konnte auch Neptun durch sein Dreizack Erdbeben hervorrufen. So wird berichtet, dass er ganze Landstriche überschwemmte oder schiffbrüchige Helden wie Aeneas oder Odysseus auf eine harte Probe stellte.
Neptun wird auch als Pferdegott verehrt, was sich in der Legende seiner Erfindung des Pferdes ausdrückt.
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